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Strings in Orchestral Frenzy
Streicher in orchestraler Raserei Von unserem Mitarbeiter Reizvoll das Programm des 5. Philharmonischen Konzertes
mit Brittens Violinkonzert und Tschaikowskys "Kleinrussischer“ Sinfonie,
einladend die Interpreten: Einerseits Sian Edwards, eine der Vorreiterinnen
im Zuge der Gleichberechtigung
am Dirigentenpult, andererseits – eigentlich – die junge
Violinistin Janine Jansen, die derzeit Anlauf zu einer Weltkarriere nimmt.
Doch aus
Krankheitsgründen kam es nicht zu dieser erhofften Konstellation,
und so wurde für das Britten-Konzert der restlos begeisternde Thomas
Bowes eingeflogen. GMD Lawrence Renes persönlich unterrichtete das Publikum
in der Glocke davon, dass Janine Jansen am Vorabend des Konzertes absagen
musste, man
aber gegen Mitternacht in Großbritannien Ersatz gefunden hatte.
Und wie so häufig unter schwierigsten Bedingungen, beflügelten
sich Solist und Orchester – nach nur einer längeren Verständigungsprobe – zu
einer verblüffenden Interpretation. Einerseits suchte und fand Thomas
Bowes in Brittens Dissonanzen süßeste Kantilenen, andererseits
trotzte er seiner Geige eine Fülle an Ausdrucksformen ab: vom fast
tonlosen Winseln bis zum virtuosen Galopp überrumpelte er das gebannte
Publikum. Bowes’ Spiel verschmolz mit dem der Bremer Philharmoniker,
sie fanden innerhalb der vom Komponisten gesetzten rhythmischen Marken
gemeinsame interpretatorische Freiräume. Sian Edwards entlockte
zudem dem höchst konzentrierten Klangkörper die typische Musiksprache
Brittens, und man fühlte sich quasi – "ähnlich wie
in der Oper Peter Grimes“ – in den düsteren Bann von |